Donnerstag, 20. Juni 2013
Gedankenstreiche
"Der Verstand spielt einem Streiche", kennt jeder. Mal hat man da etwas huschen sehen oder dort etwas rascheln hören. Manche Menschen nehmen dies ernst, andere schieben es auf Einbildung.
Mein Verstand rekapituliert zur Zeit viele alt eingesessenen Automatismen. Für den Rest meiner Psyche ist dies sehr anstrengend. Meine Nerven sind futsch. Doof an der Sache ist: Vertraut man alten Gewohnheiten oder erfindet man sich neu?


Mittwoch, 19. Juni 2013
heißeste (r) Tag des Jahres
Mittwoch. Der Tag vor Donnerstag. Ein echt komischer Tag. Besonders dieser. Erst Klima wie in den Tropen, dann sengende Hitze. Ein kleines Wildkaninchen, was sich durch die Passanten, die weniger als einen Meter entfernt vorbei schritten, nicht stören ließ und weiter - ganz in Ruhe - seinen Klee genoß. Polizisten, die bei rot die Kreuzung querten. Ein nicht bellender Hund (normalerweise bellt dieser Minilöwe den gesamten Tag), eine langweilige Studie und ein verrückter Redner.

Nein, eigentlich habe ich genug für heute, doch wie das Schicksal will kommen noch unlösbare Aufgaben und das schrägste Kompliment jemals hinzu. Nach "Black Beauty" (Karnevall) und "du bist nicht die hübscheste oder schlauste Frau auf dieser Welt, aber ich liebe dich und will dich zurück" kam jetzt: "du siehst besser aus. Du hast zugenommen, oder?" Leider sehe ich nicht unterernährt aus und finde das gar nicht so witzig, wie es sich anhört. Auch wenn ich entspannt reagierte, wirft es mich, nachdem alle hübschen, jungen, schlanken Frauen ihre nackten Beine zur Schau stellen und ich gar nicht anders kann, als ihnen hinterher zu sehen, aus der Bahn.
An diesem Mittwoch kam mir auch just eine Lady in Shorts und extra-langem Shirt entgegen. Hoppa! Aus dem Bett gefallen? Sehr sexy!
Danke für dieses Kompliment, dem direkt danach noch ein Schokoladeneis folgte, nur leider fällt es mir schwer, mich darüber zu freuen... Ich wünschte ich könnte es.


Mittwoch, 19. Juni 2013
daily
Nun verunsichert, wie ich heute war, ging ich zur Arbeit. Leider konnte ich mich nicht entfesseln ob der kategorischen, totalen Ablehnung der Politikerinnen. Also kein Küsschen.
Wissenswust erwartete mich und eine zu putzende Wohnung. Nach über 2 Stunden putzen, ausmisten, saugen, wischen, schrauben und düsen, schnitt ich schnell gekühltes Obst und Gemüse für meine Dame.
Noch schnell die Pläne besprochen und dann weiter im Text.

Ich liebe Dich.


Freitag, 14. Juni 2013
Perfektion
3. Versuch. Erste auf der Arbeit, dann von der Geliebten abgelenkt und jetzt soll's funktionieren:

Jeden Tag muss entschieden werden. Manches ist leicht durch Aberglauben, Ritual oder Gewohnheit und anderes, wie mein Problem gerade, ist entscheidend über das zukünftige Jahr. Entweder leide ich an Selbstüber oder -unterschätzung. Entweder wird jetzt hart gearbeitet oder später und entweder ich bin so gut, dass es jetzt bombastisch oder fatal wird und ich das Risiko eingehe. Leider gehört noch ein Rattenschwanz hinzu. Zu viel Stress bedeutet in einer Zeit, in der das Studium der Freundin am seidenen Faden baumelt oder die Diät derselben begonnen hat, dass ich mal wieder zu einer zickenden, alles übertreibenden und sentimentalen Walküre werde.

Schlussendlich darf ich mich entscheiden: Ungeheuer und eventuell (50%) Misserfolg, da nicht das Niveau des Ziels erreicht wurde oder Erfolg aber Geduld...

Wofür entscheidet sich wer?


Donnerstag, 13. Juni 2013
Unmotiviert
Kann nicht laufen

der Kopf schmerzt unter diesem Druck
warum der Stress?

kommt niemand stressfrei an sein Ziel?
Ist der Weg nicht das Ziel...
wenn ich das Ziel erreiche, was ist es noch wert?


Was ist zu opfern für das Ziel, die Zeit, die Leistung...
Die Leistung... ein komisches Wort.

Leistung sieht man am Ende, doch erbringt man sie auf dem Weg. Das Springen und Hüpfen, Laufen und Bewegen, Gehen und Schreiten oder doch nur Kriechen? Schleppen? Wofür? Für mich? Was bringt es mir, die Steine in den Sohlen zu fühlen oder über diese zu klettern? Bin ich schneller fühle ich mich besser? Bisher nicht. Bisher fühlte ich mich nur wie ein Versager, wie ein zu Langsamer, obwohl ich doch rannte und mir Druck machte. Doch warum, weiß ich nicht, da das Ziel doch immer noch unerreichbar ist. Die nächste Hürde ist unendlich hoch, allein sie anzugehen schmerzt und erdrückt. Doch erklimmen muss ich sie.

An ihr hochziehen und nicht nachgeben. Festhalten, klammern, hauptsache nicht fallen. Nur gerade aus. Gibt es keine Chance den andren Weg zu gehen. Mein Weg ist welcher.... Weiß, dies ist es nicht, doch welcher dann?
Wer hält mich in den Stunden? Wer gibt mir Kraft? Sind das zulässige Fragen? Habe ich schon zu viel gefragt? Gibt es einen Weg zurück oder nur vorran? Wir gehen unsere Wege, glauben, es ist richtig oder falsch. Doch was ist es wert zu schreiten?