Ein Brief
Alles Gute nachträglich!
Ich wünsche dir ein fröhliches und glückliches Lebensjahr!
Leider habe ich lange gebraucht, zu formulieren, wie ich zu deinem Wunsch, mehr Zeit für gemeinsame Gespräche zu haben, stehe.
Zunächst habe ich deinen Wunsch mit Irritation gelesen und dann mit Wut und Unglauben. Diese Gefühle kommen von der Enttäuschung, die mich jedes Mal heim gesucht hat, wenn ich gefahren bin nach Besuchen und desweiteren von der Tatsache, dass du meine E-Mailadresee, Telefonnummer und Adresse kennst und die Möglichkeit hast, mich besuchen zu kommen oder anzurufen. Zurück zu meinen Besuchen in der Heimat: Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie ich dir bei Küchenarbeiten, Essen oder zwischendurch versucht habe, aus meinem Leben zu erzählen. Ich schreibe "versucht", da du nicht auf die vielen Dinge eingegangen bist, die ich dir berichtete. Warum du nicht nachgefragt hast oder ein Thema angeschnitten hast, welches dich interessiert, weiß ich nicht, aber du hast es nicht, obwohl sich viele Gelegenheiten ergaben.
Als ich nun deinen Wunsch las, fragte ich mich auch, wieso du deinem Wunsch nicht Realität einhauchst und ihn umsetzt, besonders weil ich dich häufig zu mir einlud und du bei der Mediation meintest, du wärest kein Mensch, der sich unangenehmen - sofern es denn aus deiner Sicht solche sind - Gesprächen entzieht, sondern sich solchen stellt. Ich möchte nicht wieder als jene dargestellt werden, die den Kontakt meidet oder oberflächlich hält, da dem nicht so ist. Jedoch bin ich die, die keine Kraft mehr investiert, um danach verletzt und/oder traurig nach Hause zu fahren.
Du kannst mich jederzeit besuchen kommen.
Mit lieben Grüßen
xxx
fassussia am 26. Juni 13
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