Eigentlich wollte ich mich nur amüsieren. Nun habe ich wieder gemerkt, wie einfach es ist mich zu verunsichern. Während ich der Runde zu hörte war ich schon sehr erschrocken, wie Menschen, hier leider zwei Frauen noch dazu, über ihre Mitmenschen sprachen.
Anscheinend erfordere es Mut, zu zu seinen homosexuellen Eltern zu stehen. Eingestehen tat dies Erika Steinbach, jedoch zeigte sie keine Lösung für dieses Dilemma auf. Meine wäre, die Ehe für Homosexuelle zu öffnen.
Desweiteren wäre - laut der zuvor angesprochenen Frau - diese Diskussion über eine Minderheit, eine Randgruppe und die schnelle Gesetzgebung direkt nach einem Urteil ungerecht gegenüber Familien für die in den 90ern schon Urteile gefällt wurden. Nunja, darüber kann ich leider nicht viel sagen, jedoch frage ich mich, weshalb sie oder besagte Familien nicht schon längst auf die Barrikaden gegangen sind... Eventuell wissen viele Politiker, dass eine gewisse Minderheit sehr aktiv werden kann oder vielleicht doch nicht so unwichtig oder (schon fast) schädlich ist.
Wirklich geschockt war ich nicht von "Reproduktion" oder "Nutzen für den Staat", sondern von der Suggerierung, dass der junge Mann nur seine Eltern aus Liebe und Loyalität verteidige seitens Hedwig von Beverfoerdes. Er selbst reagierte ruhig und nannte dies "schade", wichtig sei für ihn die Anerkennung die erziehenden Eltern entgegen käme, wenn die Homoehe in Kraft träte.
Warum ist es so schwer, ein von Menschen erschaffenes Konzept zu erweitern? Ob es Gott gibt oder nicht, sei - bei einer Trennung von Kirche und Staat, in dem jeder seine Religion leben darf - unwichtig. Entscheidend ist, dass der Staat nur besteht, weil es Menschen gibt, die ihn erhalten. Zu diesen Menschen gehören Männer und Frauen. Frauen wie Hedwig von Beverfoerde und Erika Steinbach und die Frau, die zufällig, völlig ungewählt, Frauen liebt. Zu diesen Menschen gehören Männer, Väter, Söhne, geistig und körperlich Behinderte, Faulenzer, Schwule, Beamte und viele mehr. Alle Menschen dieser Bundesrepublik sollten die Rechte haben, die sie frei machen und Toleranz fügt und hält einen Staat zusammen.
Für die Freiheit kämpften und starben Minderheiten. Aus einigen Minderheiten wurden Mehrheiten und schnell war es normal so zu sein und zu denken. Beispielsweise Christen: Erst unterdrückt, geächtet und dann Weltreligion.
Niemand vertritt die Ansicht, dass, sollte die Gleichstellung (vor Gott sind alle Menschen gleich, vor dem Gesetz auch) vollzogen sein, Homosexuelle eine "Mehrheit" sein werden. Nur sollte jeder bedenken, dass wir alle zusammen Deutschland sind und die Unterdrückung oder Ignorierung einer Gruppe nicht gut vor unserer Geschichte erscheint. Wir sollten lernen zusammen zu rücken.
Links:
http://www.youtube.com/watch?v=KHwLGiLq_1k
fassussia am 18. Juni 13
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren